Montag, 11. Februar 2008

Geschichte des Morgenstreich - Basler Fasnacht


Der Morgestraich (Morgenstreich) am Montagmorgen nach Aschermittwoch um 4:00 Uhr ist der Auftakt der Basler Fasnacht. Die heutige Morgestraich-Tradition begann 1833 mit dem ungesetzlichen Morgestraich von Samuel Bell.

Im Jahr 1804 wurde das Trommeln zur Eröffnung der Fasnacht ausnahmsweise schon ab fünf Uhr erlaubt, aber erst mit dem ungesetzlichen Morgenstreich des Metzgers Bell 1833 setzte sich eine frühere Stunde des Tages als Zeitpunkt zum Auftakt der Fasnacht durch. Wohl hatte es bereits 1797 einen lärmigen Fasnachtsbeginn mit Schiessen und Trommeln um vier Uhr gegeben, aber dies war eine Ausnahme die sich nicht zur Tradition entwickelte.

Während der 1830er Jahre unterlag die Fasnacht zahlreichen Beschränkungen, insbesondere war die Strassenfasnacht verboten. Der als renitent bekannte Basler Metzger und Gastwirt Samuel Bell (1792-1851) eine Gefolgschaft von fasnachtsbegeisterten und Tambouren um sich. Er scharte jedoch ungefähr 150 Anhänger um sich, die später als »Bells Spiessgesellen« bekannt wurden. Mit ihnen führte Bell den Morgestraich durch, bei dem die Fasnächtler aus ganz Basel mit Trommeln und Pechfackeln durch die Stadt zogen.

Polizei und Obrigkeit waren gegen diese närrische Volksbewegung machtlos und hüteten sich davor, mit Waffengewalt gegen die feiernden Menschen vorzugehen. 1835 fand dann, mit offizieller Duldung, um 4:00 Uhr morgens ein Morgestraich statt. Diese Uhrzeit hat sich bis heute erhalten.

Weblink:

Geschichte des Morgenstreich / Morgestraich - www.altbasel.ch

Morgenstreich - Basler Fasnacht - www.baslerfasnacht.info

Samstag, 9. Februar 2008

X. Olympischen Winterspiele in Grenoble

Eröffnung der Olympischen Winterspiele

Die X. Olympischen Winterspiele fanden vom 6. bis 18. Februar 1968 in Grenoble statt, der Hauptstadt des französischen Départements Isère. Frankreich war nach 1924 in Chamonix zum zweiten Mal Gastgeber von Winterspielen.

Die Spiele waren geprägt von einer noch nie da gewesenen Dezentralisierung, die Wettkampforte lagen bis zu 65 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt in den umliegenden Gebirgszügen. Mit 1.158 Sportlern aus 37 Ländern wurde ein neuer Teilnehmerrekord erzielt.

Erfolgreichster Sportler war der französische Skirennläufer Jean-Claude Killy, der in allen drei ausgetragenen Rennen die Goldmedaille gewann. Die schwedische Langläuferin Toini Gustafsson war mit zwei Gold- und einer Silbermedaille die erfolgreichste Teilnehmerin. Die meisten Medaillen gewann die Mannschaft aus Norwegen.

Erstmals überhaupt waren die Bundesrepublik Deutschland und die Deutsche Demokratische Republik mit zwei getrennten Mannschaften vertreten, wenn auch noch mit gleicher Flagge und Hymne.
Unter gewaltigem finanziellen Aufwand (ca. 460 Mio Euro) wurde sie damals für die Großveranstaltung ausgebaut, denn Staatspräsident Charles de Gaulle wollte die Gelegenheit nutzen und Grenoble als Symbol für die Modernisierung Frankreichs präsentieren.