Samstag, 23. Juni 2018

125 Jahre Hurtigruten

Postschiff der Hurtigruten-Reederei

Die Hurtigruten feiern im Sommer 2018 ihr 125-jähriges Bestehen. Die Postschiffroute wurde einst eingerichtet, um die Versorgung der Städte und Dörfer in den abgelegenen Fjorden Norwegens zu gewährleisten. Noch immer sind die Postschiffe im Einsatz, seit vielen Jahren aber suchen auch Urlauber aus aller Welt Erholung und ein wenig Abenteuer auf den Schiffen, die durch die einzigartige Fjordlandschaft Norwegens fahren.

Ihr Name ist Programm: Hurtigruten - norwegisch für "Die schnele Linie" - verbidnet seit Ende des 19. Jahrhunders die Orte der über 2.700 Kikometer langen norwegischen Westküste. Hurtigruten ist seit 125 Jahren an der norwegischen Küste unterwegs. Die Postschiffe legen täglich ab, steuern sanft durch majestätische Fjorde und besuchen kleine abgelegene Häfen, die für die meisten anderen Schiffe unerreichbar sind. Und: Hurtigruten fährt hier seit 125 Jahren.

Postschiff der Hurtigruten-Reederei

Dass jemand freiwillig die beschwerliche Reise bei Wind, Wetter und schwerer See auf sich nehmen könnte, daran hatte Hurtigruten-Gründer und Reeder Richard With sicher nicht gedacht. Aber die kleinen, zähen Schiffe, die sich mit nur einer Schraube durch Eis und Dunkelheit kämpften, waren bald für ihre Zuverlässigkeit bekannt. Kein Wunder also, dass auch Vergnügungsreisende sie nutzten, um auf dem Weg zum Nordkap möglichst viel von den einmaligen Küstenlandschaften Norwegens zu sehen.

Mit dem Slogan »Die schönste Seereise der Welt« und der Aufgabe des Postbeförderungsvertrages 1984 waren alle Weichen auf touristische Einsätze gestellt, jedoch noch beschränkt auf die klassische »Rennstrecke« von Bergen bis Kirkenes und zurück. Erst seit zehn Jahren wechseln Hurtigruten-Schiffe im Winter ins Südpolargebiet und unternehmen Antarktisreisen.

125 Jahre Hurtigruten
125 Jahre Hurtigruten

„Hurtigruten ist seit fast 125 Jahren an der norwegischen Küste unterwegs und sie ist ein Teil unserer DNA“, heißt es in einer offiziellen Stellungnahme der Reederei. Die Postschiffe würden dort auch weiterhin fahren – „mit oder ohne Staatsvereinbarung“, heißt es aus Oslo.

Hurtigruten ist seit 2006 alleiniger Schiffsbetreiber auf der Postschifflinie, die 1893 zur Versorgung schwer erreichbarer Orte an Norwegens Westküste eingerichtet und zum Kernprodukt von Hurtigruten wurde. Eine Schiffsreise auf den Hurtigruten ist ein Erlebnis. Im Süden Norwegens beginnt die Reise, entlang der Fjordlandschaft hoch in den Norden zum Polarkreis.



Weblink:

Hurtigruten - www.hurtigruten.de/


Literatur [ >> ]:

125 Jahre Hurtigruten
125 Jahre Hurtigruten
von Oliver Schmidt

Donnerstag, 7. Juni 2018

Paul Gauguin 170. Geburtstag

Paul Gauguin

Paul Gauguin wurde vor 170 Jahren am 7. Juni 1848 in Paris geboren. In der Öffentlichkeit ist er vor allem durch seine Gemälde aus der Südsee bekannt. Gauguins postimpressionistisches Werk beeinflusste stark die Nabis und den Symbolismus; er war Mitbegründer des Synthetismus und wurde zu einem Wegbereiter des Expressionismus. Damit spielte er eine wichtige Rolle in der Entwicklung der europäischen Malerei.

1882 verlor Gauguin infolge eines Börsenkrachs seine Anstellung und nahm dies zum Anlass, den Bankberuf ganz aufzugeben. Gegen den Widerstand seiner Frau beschloss er, fortan nur noch zu malen und damit den Lebensunterhalt der Familie zu bestreiten. Gauguin hatte damit gerechnet, dass er sich mit seiner Malerei schnell durchsetzen würde. Er konnte sich damit jedoch erst in seinen letzten Lebensjahren ein bescheidenes Auskommen finanzieren. Seine Launenhaftigkeit und Streitlust trugen nicht dazu bei, ihm das Fortkommen zu erleichtern. Von nun an war sein ganzes weiteres Leben geprägt von immerwährenden Geldsorgen. Außer vom Bilderverkauf lebte er von Zuwendungen seiner Bekannten, von Hilfsarbeiten, vorübergehend auch von einer kleinen Erbschaft.

1884 zog die Familie nach Rouen in der Normandie, weil dort die Lebenshaltungskosten niedriger waren. Aber schon wenige Monate später kehrte Gauguins Frau mit den Kindern zu ihrer Familie nach Kopenhagen zurück. Gegen Ende des Jahres reiste auch Gauguin nach Kopenhagen; sein Plan, sich dort als Vertreter einer Segeltuchfirma zu etablieren, scheiterte. Nach einer missglückten Ausstellung seiner Werke und heftigen Auseinandersetzungen mit Mettes Familie kehrte er schließlich nach Paris zurück. Trotz der Trennung blieb das Paar aber bis kurz vor Gauguins Tod in Briefkontakt. Gauguin führte ab diesem Zeitpunkt ein unstetes Wanderleben.

1886 ging er für drei Monate nach Pont-Aven. Das bretonische Fischerdorf war ein beliebter Künstler-Treffpunkt, später als Schule von Pont-Aven bezeichnet. Gauguins Arbeiten fanden die Anerkennung der Malerkollegen. „Ich arbeite hier viel und mit Erfolg“, schrieb er an seine Frau. „Man achtet mich hier als den stärksten Maler, jedoch bringt mir das nicht einen einzigen Sou mehr ein […] Ich lebe auf Kredit, und die Geldsorgen lassen mich gänzlich verzagen.“ Wieder zurück in Paris, begann er gemeinsam mit einem Töpfer Keramiken herzustellen. Die fantasievoll verzierten Gefäße spiegeln den Einfluss präkolumbischer Keramiken, die Gauguin seit seiner Kindheit in Peru kannte. Der erhoffte finanzielle Erfolg blieb aber auch hier aus. Gegen Ende des Jahres lernte er über den Pariser Kunsthändler Theo van Gogh dessen Bruder Vincent van Gogh kennen.

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Einer der Gründe für Gauguins Aufenthalt in der Bretagne war seine Suche nach einem einfachen, ursprünglichen Leben. 1887 führte ihn diese Suche in weitere Fernen: Gemeinsam mit seinem Künstlerfreund Charles Laval schiffte er sich im April nach Panama ein. „[…] ich gehe nach Panama, um dort wie ein Wilder zu leben“, schrieb er Anfang April 1887 an Mette Gauguin. Die Realität erwies sich jedoch als enttäuschend. Gauguins finanzielle Schwierigkeiten spitzten sich so zu, dass er gezwungen war, sich als Arbeiter beim Bau des Panamakanals zu verdingen. Im Juni reisten die beiden Maler weiter zu einem anderen vermeintlichen Paradies: „[…] ein schönes Land mit einem leichten und billigen Leben – das ist Martinique“, schrieb Gauguin an seinen Freund Émile Schuffenecker. Anfangs war Gauguin von der üppigen Natur Martiniques begeistert. Doch bald erkrankte er schwer an Ruhr und Malaria, so dass er notgedrungen im November nach Frankreich zurückkehrte, wo er sich nur langsam von seinen Krankheiten erholte. Trotz aller Schwierigkeiten war der Aufenthalt in künstlerischer Hinsicht erfolgreich; Gauguin brachte mehr als zwanzig Gemälde mit nach Hause.

In den folgenden drei Jahren pendelte Gauguin zwischen Paris und der Bretagne. Dort wurde er zum Mittelpunkt einer kleinen Gruppe von Künstlern, von denen einige später als die Nabis bekannt werden sollten. Gemeinsam mit Émile Bernard entwickelte er eine neue Stilrichtung, den Synthetismus.

Im Oktober 1888 folgte Gauguin einem Vorschlag Vincent van Goghs, mit ihm im südfranzösischen Arles gemeinsam zu leben und zu arbeiten. Die von Konflikten belastete Beziehung endete zwei Monate später mit dem nie völlig geklärten Vorfall, in dessen Verlauf van Gogh sich nach einem Streit mit Gauguin ein Stück seines Ohres abschnitt. Gauguin entfloh der für ihn unerträglichen Situation nach Paris.

Da er pünktlich und gewissenhaft war, avancierte er rasch, heiratete 1873 eine hübsche Dänin und lebte jahrelang das sorglose Leben eines höheren Bankangestellten. Er sammelte Bilder der Impressionisten und begann 1875 selber zu malen.

Nach der ersten Ausstellung seiner Bilder gab Gauguin sein Beruf auf, trennte sich von seiner Frau und folgte seinem Künstlerfreund van Gogh, den er in Paris kennengelernt hatte, auf dringendes Bitten nach Arles. Nach einem bitteren Streit verlies er van Gogh, als dieser unter Mordverdacht verhaftet wurde. Der Erlös aus einer Versteigerung seiner Bilder im Jahre 1891 gab ihm die Möglichkeit, seinem Traum von einem paradiesischen Leben in der Südsee nachzujagen.

Seit Ende der 1880er Jahre hatte Gauguin mit dem Gedanken gespielt, in den Tropen zu leben und zu malen. Zunächst schwankte er zwischen den Inseln Madagaskar und Tahiti, entschied sich aber schließlich für die letztere. In Gauguins Vorstellung war Tahiti ein exotisches Paradies, wo er, ohne arbeiten zu müssen, ein ursprüngliches, glückliches und annähernd kostenfreies Leben würde führen können. Die „glücklichen Bewohner eines unbeachteten Paradieses in Ozeanien kennen vom Leben nichts anderes als seine Süße. Für sie heißt Leben Singen und Lieben“, schrieb er Ende 1890 dem dänischen Maler Jens-Ferdinand Willumsen.

Eine recht erfolgreiche Versteigerung seiner Gemälde erbrachte die Reisekosten, und im April 1891 schiffte Gauguin sich nach Tahiti ein, um dort das Paradies zu finden. Dort angekommen, musste er feststellen, dass die Realität mit seinen Erwartungen in keiner Weise übereinstimmte. Christianisierung, Handel und Kolonialherrschaft hatten das „exotische Paradies“, sofern es jemals existiert hatte, zerstört.

Frauen am Strand (1891)

In der Hauptstadt Papeete lebte die einheimische Bevölkerung in ärmlichen Wellblechhütten, westliche Kleidung hatte die traditionelle Tracht ersetzt, Religion und Traditionen waren von den Missionaren unterdrückt worden. Die Lebensweise der weißen Oberschicht unterschied sich kaum von der im Mutterland. Auf der Flucht vor der europäischen Zivilisation mietete Gauguin eine Hütte in dem Dorf Mataiea, 40 km von Papeete entfernt. Er lernte – mit mäßigem Erfolg – die Landessprache. Bald lebte er mit der 13-jährigen Tahitianerin Téha'amana (genannt auch: Tehura) zusammen, die ihm häufig als Modell diente. Es entstanden zahlreiche Gemälde mit tahitianischen Motiven. Sie geben jedoch nicht das Tahiti wieder, das Gauguin umgab, sondern die farbenprächtige, exotische Welt, die er sich erträumt hatte.

In Mataiea auf Tahiti fand der zivilisationsmüde Maler Frieden. Die glückliche Zeit, in der Gauguin viele unsterbliche Bilder malte, dauerte nicht lange. Das Geld ging aus, er wurde krank und kehrte nach Paris zurück. Eine Erbschaft ermöglicht ihm die zweite und letzte Reise nach Polynesien. Er fährt 1895 wieder nach Tahiti, dann nach Dominica. Neue Bilder voller Farbenglut und exotischem Zauber entstanden.

Paul Gauguin starb am 8. Mai 1903 krank an Leib und Seele auf Dominica.

Freitag, 25. Mai 2018

Jacob Burckhardt 200. Geburtstag

Jacob Burckhardt

Jacob Burckhardt wurde vor 200 Jahren am 25. Mai 1818 in Basel geboren. Jacob Burckhardt war ein Schweizer Kulturhistoriker mit Schwerpunkt Kunstgeschichte. Er lehrte jahrzehntelang an der Universität Basel.

Von 1855 bis 1858 war Jacob Burckhardt ordentlicher Professor für Kunstgeschichte am Eidgenössischen Polytechnikum in Zürich. 1858 übernahm er an der Universität Basel den Lehrstuhl für Geschichte und Kunstgeschichte, den er bis 1893 innehatte. Fortan konzentrierte er sich auf seine Vorlesungen, die anfangs alle Epochen der europäischen Kulturgeschichte abdeckten, seit 1886 jedoch ausschliesslich die Kunstgeschichte zum Thema hatten. Daneben trat er als gewandter Redner durch öffentliche Vorträge hervor.

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Neben seiner wissenschaftlichen Arbeit verfasste er Gedichte und Erzählungen. Burckhardt gilt als bedeutender Wegbereiter der modernen Kulturgeschichte und Kunstgeschichte, er unterhielt enge Kontakte u.a. zu Paul Heyse, Arnold Böcklin und Friedrich Nietzsche.

Grosse Bekanntheit erhielt er durch sein Buch »Die Cultur der Renaissance in Italien«, das den Strukturwandel von Staat und Kirche im Ausgang des Mittelalters und die damit einhergehende Ausbildung des «modernen», individuellen Menschen beschreibt – Konzepte, die heute kritisch hinterfragt werden.

Für Burckhardt ist die Renaissance identisch mit "Moderne" - und so rückte er nach Vasari den Begriff des "Rinascimento" wieder ins Licht, machte es bekannt. Er verstand es auch, darzustellen, dass Kunst und Geschichte nicht nebeneinander verlaufen. Auf seinen Italienreisen wurde Jacob Burckhardt stark von der italienischen Kultur der Renaissance angezogen.

Jacob Burckhardt starb am 8. August 1897 in Basel.

Literatur:

Die Kultur der Renaissance in Italien:
Die Kultur der Renaissance in Italien:
von Jacob Burckhardt

Mittwoch, 23. Mai 2018

Der zweite Prager Fenstersturz vor 400 Jahren


Vor 400 Jahren fand auf der Prager Burg der zweite Prager Fenstersturz statt. Der Fenstersturz geschah als Fanal während des Böhmischen Ständeaufstandes. Die überwiegend protestantischen Stände warfen ihrem katholischen Landesherrn, Kaiser Matthias und dem 1617 zum Nachfolger gewählten böhmischen König Ferdinand von Steiermark - nach 1619 auch Kaiser - vor, die von Kaiser Rudolf II. im Majestätsbrief von 1609 zugestandene Religionsfreiheit der Protestanten zu verletzen.

Der zweite Prager Fenstersturz am 23. Mai 1618 ist die von Vertretern der protestantischen Stände begangene Gewalthandlung an den königlichen Statthaltern Jaroslaw Borsita Graf von Martinitz und Wilhelm Slawata von Chlum und Koschumberg sowie dem Kanzleisekretär Philipp Fabricius. Er markiert den Beginn des Dreißigjährigen Krieges und stellt einen wichtigen Wendepunkt in der Geschichte Europas dar.







Schriftsteller Philip Roth ist gestorben

Philip Roth

Der Schriftsteller Philip Roth ist tot. Er starb im Alter von 85 Jahren. Roth galt als einer der bedeutendsten Autoren seiner Generation. Für seinen Roman "Amerikanisches Idyll" erhielt er den Pulitzer-Preis.

Roths Werke sind häufig autobiografisch geprägt. Seine Romanfiguren teilen seine Herkunft aus einer jüdischen Familie der unteren Mittelschicht, seine Geburtsstadt Newark, die späteren Wohnsitze New York City und eine Farm in Connecticut sowie die Erfahrungen seiner beiden Ehen. Nachdem bereits Roths Erstling Goodbye, Columbus im Jahr 1959 eine positive Aufnahme in der Kritik fand, wurde zehn Jahre später der Roman Portnoy’s Complaint zu einem Skandalerfolg. Ab den 1970er Jahren begleitete die Figur Nathan Zuckerman Roths Werk durch zwei Trilogien und mehrere Einzelromane.


Philip Roth ist Träger der wichtigsten amerikanischen Literaturpreise und hoch geehrt von der internationalen Schriftstellervereinigung P.E.N. Oft wird er in einem Atemzug mit Faulkner, Bellow und Dos Passos genannt. Der Autor mit europäisch-jüdischem Hintergrund schreibt unermüdlich, schonungslos und in drastischer Sprache über seine Landsleute.

Das erste Buch mit Short Storys erschien 1959. Die folgenden Romane und Erzählungen über die jüdische Mittelklasse der Nachkriegszeit, über ihre Beziehungen, Zwänge und Neurosen, lösten oft Skandale aus. Bis 1992 unterrichtete Roth an verschiedenen Universitäten. Liebe, Sexualität und Tod sind bis heute die Themen seines Werks. Philip Roth lebt – nach Stationen in Rom, Chicago, London und New York – in Connecticut

Zu seinen bekanntesten Werken gehören die »Zuckerman-Trilogie«, »The Great American Novel«, »Verschwörung gegen Amerika«, »Jedermann«, »Nemesis«. Philip Roth wurde den letzten Jahren immer wieder als heißer Kandidat für den Literaturnobelpreis gehandelt, den er jedoch nie erhalten hat. Für seinen Roman »American Pastoral« (»Amerikanisches Idyll«) erhielt er 1998 den renommierten Pulitzer-Preis.


Roth kam 1933 in Newark als Sohn jüdischer Eltern zur Welt - von New York aus auf der anderen Seite des Hudson Rivers gelegen. Bereits sein erster Roman "Good bye Columbus" erregte im Jahr 1959 großes Aufsehen. Im Laufe seiner Karriere veröffentlichte er fast 30 Romane, zeitweise einen pro Jahr, dazu Sachbücher, Dutzende Novellen, Kurzgeschichten, Essays und Interviews. Viele seiner Bücher spielen im Newark seiner Jugend.

Literatur:

The Great American Novel
The Great American Novel
von Philip Roth

Verschwörung gegen Amerika
Verschwörung gegen Amerika
von Philip Roth


Weblink:

US-Schriftsteller Philip Roth ist tot - www.tagesschau.de


Blog-Artikel:

»Amerikanisches Idyll« von Philip Roth

Philip Roth 85. Geburtstag

Samstag, 12. Mai 2018

Frankfurts neue Altstadt eröffnet

Frankfurts neue Altstadt

Nach sechs Jahren Bauzeit ist Frankfurts "neue" Altstadt eröffnet worden. Auf dem Römerberg ist ein historisches Gebäudeensensemble wiederaufgebaut worden. Auf sieben Hektar etwa 35 historische Häuser teils rekonstruiert, teils neu errichtet. Die gelungene Mischung aus Rekonstruktionen und Neubauten erinnert an die bewegte Geschichte Frankfurts als europäischer Metropole.

Der Römerberg ist der Rathausplatz von Frankfurt am Main und seit dem Hochmittelalter das Zentrum der Altstadt. Der Name rührt von dem Haus Zum Römer her, seit dem 15. Jahrhundert das Frankfurter Rathaus. Der Platz ist seit dem Mittelalter Ort zahlreicher Veranstaltungen, beispielsweise zu den Kaiserkrönungen, zu den Frankfurter Messen und zum Frankfurter Weihnachtsmarkt.

Der Römerberg ist der Rathausplatz von Frankfurt am Main

Die historische Bebauung des Römerbergs aus teils gotischen, teils barocken Häusern wurde 1944 bei den Luftangriffen auf Frankfurt weitgehend zerstört. Das heutige Platzbild ist das Ergebnis von äußerlich originalgetreuen Rekonstruktionen und Neubauten der 1950er und 1980er Jahre.

Spätestens seit dem Wiederaufbau der historischen Fachwerkhäuser an der Ostseite des Platzes zu Beginn der 1980er Jahre ist der Römerberg ein beliebtes Ziel für Frankfurter und Touristen.

Literatur:


Das Antlitz der Stadt. Die Frankfurter Stadtpläne von Faber, Merian und Delkeskamp (1552 - 1864)
Das Antlitz der Stadt – nach Frankfurts Plänen von Faber, Merian u. Delkeskamp
von Fried Lübbecke

Samstag, 5. Mai 2018

Karl Marx 200. Geburtstag


Karl Marx

Karl Marx wurde vor 200 Jahren am 5. Mai 1818 in Trier geboren. Karl Marx war ein deutscher Philosoph, Ökonom, Gesellschaftstheoretiker, politischer Journalist, Protagonist der Arbeiterbewegung sowie Kritiker der bürgerlichen Gesellschaft und der Religion. Er war einer der bedeutendsten Denker und Philosophen des 20. Jahrhunderts. Zusammen mit Friedrich Engels wurde er zum einflussreichsten Theoretiker des Sozialismus und Kommunismus. Bis heute werden seine Theorien kontrovers diskutiert.



Karl Marx gilt als der Begründer des Marxismus. Ziel des Marxismus ist es, alte Ideologien und Machtstrukturen aufzubrechen und den Menschen zu emanzipieren. Marx vertritt die Ansicht, dass alle Ideen, Vorstellungen und Gedanken aus einer gesellschaftlichen Realität und den dort herrschenden Machtverhältnissen kommen und diese resultieren letztendlich aus den jeweils historisch-geographischen Produktionsverhältnissen und materiellen Gegebenheiten.

"Die Philosophen haben die Welt nur interpretiert. Es geht darum sie zu verändern." Dieser Satz stammt von Karl Marx. Und in diesem Sinne ist der Marxismus keine Philosophie, sondern Philosophie- und Ideologiekritik, Kapitalismuskritik und Gesellschaftskritik.

In seinen Schriften wie "Das kommunistische Manifest" (1848) und "Das Kapital" (1867) analysierte und kritisierte der in Trier geborene Marx das kapitalistische Wirtschaftssystem.

Ein wesentliches Anliegen von Marx und Engels war, den Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft zu erheben, damit er nicht bloß geglaubt oder ersehnt werden muss, sondern rational begründet werden kann. Auch seine historisch-materiellen Voraussetzungen sollten benannt werden können. Kurz: Eine Reflexion der Methode wissenschaftlicher Forschung und Darstellung war nötig.

Marx bezeichnet seine Methode als dialektisch »und stellt sich damit bewusst in die Tradition der Hegelschen Philosophie. An ihrem Kern hält er fest, kritisiert aber ihre mystifizierte Form. Laut Marx ist die Dialektik «dem Bürgertum [...] ein Gräuel, weil sie in dem positiven Verständnis des Bestehenden zugleich auch das Verständnis [...] seines notwendigen Untergangs einschließt, jede gewordene Form [...] auch nach ihrer vergänglichen Seite auffasst, sich durch nichts imponieren lässt, ihrem Wesen nach kritisch und revolutionär ist.« (MEW: 23, 28)

Nach dem von ihm entwickelten "wissenschaftlichen Sozialismus" muss der Kapitalismus zwangsläufig an sich selbst scheitern. Kernpunkte der Marx'schen Kritik sind die Entfremdung des Menschen von der Arbeit und damit von sich selbst, sowie die Ausbeutung des Arbeiters, der vom Unternehmer nicht den Lohn erhält, der dem Wert seiner Arbeit entspricht, sondern nur so viel, wie er zum Überleben benötigt.

Der geselschaftstheoretische Denker bereitete den theoretischen Boden für den Kommunismus. Endziel der marxistischen Philosophie ist die klassenlose Gesellschaft. Basierend auf den Ideen von Marx entstanden weltweit unterschiedliche Formen sozialistischer und kommunistischer Regierungssysteme.

Karl Marx verstarb am 14. März 1883 im Alter von 64 Jahren in London. Das barocke Geburtshaus von Karl Marx ist heute Museum. Das Haus in der Brückenstrasse beherbergt ein Museum, das aber nicht mehr über die usrprüngliche Einrichtung verfügt. Am 5. Mai 2018 soll es neu gestaltet wiedereröffnen.


Weblinks:


Karl Marx
www.marx200.org


Karl-Marx-Ausstellung - www.karl-marx-ausstellung.de


Karl Marx-Biografie


- Biografien-Portal - www.die-biografien.de

Karl Marx-Zitate

- Zitate-Portal - www.die-zitate.de


Karl marx heading

http://simplyknowledge.com



Blog-Artikel Karl Marx:

Karl Marx


Literatur:

Marx. Der Unvollendete
Marx. Der Unvollendete
von Jürgen Neffe